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Tür zum Sportplatz weiter verschlossen

Sport

Seit mehr als zwei Monaten ist der Streetball-Platz in der Otto-Nuschke-Straße geschlossen. Philipp Bongers, Schülersprecher der Friedrichstadt-Schule, beklagte sich deshalb in einem offenen Brief beim Landrat.

„Wir hatten uns in der Freizeit oft hier getroffen und Fußball oder Basketball gespielt“, berichtet der 15-Jährige, er könne nicht verstehen, warum die Tür zum Sportplatz verschlossen ist. Dem Schülersprecher geht es nicht nicht nur um die Interessen „seiner“ Schüler, sondern um die der Jugendlichen vom Lerchenberg und der Stadtrandsiedlung: „Für alle diese Schüler ist der Streetball-Platz die einzige vernünftige Außensportstätte; besonders wenn das Wetter schlecht ist, stehen wir ohne Sportplatz da.“

Seit vielen Jahren kennt Philipp den Streetball-Platz – auch mit seinen Nachteilen. „Die Anlage wurde zu wenig gepflegt, die Fußballtore sind seit Jahren kaputt.“ Defekte Basketballnetze und Löcher im Bodenbelag kämen hinzu, erst mit dem Schließen des Platzes seien die Löcher ausgeflickt worden. 

Kreistagsmitglied Thomas Braune (SPD), ehemaliger Sportlehrer von Philipp, hat die Kreisverwaltung wegen des geschlossenen Platzes bereits mehrfach kritisiert und sich an den Jugendhilfeausschuss gewandt: „Warum dürfen Kinder die Plätze, die mit Einsatz von Fördermitteln gebaut worden sind, nicht mehr nutzen?“ Antwort: Starke Vandalismusschäden führten zur Schließung. 

„Ich hoffe, dass die Verantwortlichen diese Entscheidung revidieren“, sagt Philipp, der ebenso zu einem Vor-Ort-Termin bereit sei, wie er sich auch bei einer Ausschusssitzung äußern würde: “Ich hoffe immer noch auf eine konstruktive Zusammenarbeit!“ Der Juso-Kreisvorsitzende Thomas Merten unterstützt den Schüler: „Gerade in Zeiten des viel kritisierten Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen hat die Kreisverwaltung mit der Schließung das falsche Signal gesetzt.“ Zudem entstehe im Umfeld eine neue Wohnsiedlung, in der viele junge Familien mit Kindern leben sollen.

Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) will sich im neuen Jahr mit den Jugendlichen zusammensetzen und einen Plan erarbeiten. „Wir wollen aber verhindern, dass dort weiterhin randaliert wird“, erklärt dazu Pressesprecher Ronald Gauert. Der Platz sei nicht grundlos verschlossen worden, dem Kreishaushalt seien durch den Vandalismus erhebliche Kosten entstanden.

Quelle:  Wochenspiegel Wittenberg - Antje Weiß

 

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