Für den Wahlkreis 24 nominiert.

Wahlen


Olaf Kurzhals, SPD-Ortsvereinsvorsitzer, Corinna Reinecke, MdL und Thomas Quast, SPD-Kreisvorsitzender Wittenberg

Corinna Reinecke geht für die SPD im Wahlkreis 24 (Wittenberg) in den Landtagswahlkampf. 18 Delegierte haben die 45-Jährige am Dienstagabend im Lutherhotel zur Direktkandidatin der Sozialdemokraten gekürt. Ersatzkandidat ist der Wittenberger Ortsvorsitzende Olaf Kurzhals.

"Ich brauche zu Corinna ja nicht viel zu sagen", führte der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Quast in den Abend ein. Tatsächlich war die aktuelle Landtagsabgeordnete die einzige Kandidatin an diesem Abend - und wurde schlussendlich mit 16 von 18 abgegebenen Stimmen gewählt, zwei Delegierte enthielten sich. Schon allein dass "alle Delegierten anwesend sind", hatte Frau Reinecke als "Wertschätzung" aufgenommen. Seit 2006 gehört sie dem Landtag an, fühlt sich vor allem den Bereichen Bildung und Soziales verbunden. Sie hat das beste Ergebnis bei der Wahl der Stellvertreter für die SPD-Landesvorsitzende Kathrin Budde eingefahren, gehört dem Koalitionsausschuss an und arbeitet im Bildungskonvent des Landes mit. "Abgerechnet wird zum Schluss", habe Quast ihr nach der Landtagswahl 2006 gesagt, erinnert sich Reinecke - und tat es an diesem Abend.

Sie sprach über Erwartungshaltungen im Wahlkreis, die mit den eigentlichen Weichenstellungen nicht immer kompatibel seien. "Wir befinden uns eben auch im Länder- und internationalen Vergleich", wirbt sie um Verständnis. Und "Effekthascherei", indem man spezielle kommunale Themen nach Magdeburg mitnehme, obwohl sie dort nichts zu suchen hätten, sei nicht ihre Sache. Sie habe in den vergangenen Jahren "viel gelernt und viel kennen gelernt". Schwerpunkt ihrer Arbeit waren der Kinderschutz, die Situation der Erzieher im Kita-Bereich und die Schulsozialarbeit. Corinna Reinecke fordert die Beibehaltung der Jugendpauschale, sorgt sich nach dem Skandal beim Landessportbund um die Förderung an der Basis und sieht in der Lutherdekade ein nationales und "welthistorisches Ereignis".

Ein besonderes Ereignis haben auch die Sozialdemokraten am Montag im Saal des Lutherhotels zur Kenntnis genommen: Mit warmen Worten und Blumen ist ein neues Mitglied in den Wittenberger Ortsverein aufgenommen worden. Moritz Weihrauch hat sich in der Lutherstadt niedergelassen. Der 25-Jährige stammt aus Essen, hat in Gera Jura studiert und lebt nun mit Freundin in der Stadt, weil sie hier Arbeit gefunden hat.

Quelle: Markus Wagner - MZ Wittenberg

 

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